Omni: kommt LedgerX Bakkt mit physisch gedeckten Bitcoin Futures zuvor?

LedgerX, nicht zu verwechseln mit der beliebten Hardware-Wallet von Nano, ist eine US-amerikanische regulierte Börse und bietet physikalisch gedeckte Bitcoin-Options und Swaps. Doch wie das Unternehmen am gestrigen 15. April bekannt gab, soll das Angebot schon bald um Bitcoin-Futures erweitert werden. Und nicht nur institutionelle, sondern auch private Investoren sollen von dem Angebot profitieren. Damit würde LedgerX, zur Überraschung vieler, dem in der Krypto-Szene bekannten Unternehmen Bakkt zuvorkommen.

Physikalisch gedeckte Bitcoin-Futures

Am gestrigen Montag sorgt das US-amerikanische Unternehmen LedgerX für eine große Überraschung. Auf der eigenen Website präsentiert man eine neue Plattform, genannt "Omni", dessen Logo quasi wie eine Kopie des Quant (QNT) Logos aussieht. Beworben wird die Plattform mit folgenden Möglichkeiten:

  • Bitcoins handeln
  • Bitcoin Options
  • Bitcoin Futures

Das alles soll ohne Gebühren funktionieren. Die ersten 1.000 registrierten und qualifizierten Personen erhalten einen sogenannten "Cerulean" Status. Dieser beschreibt Personen, die in den Genuss bestimmter Benefits kommen dürfen. Zur Unterstützung des Kundenerlebnisses werden Chart-Tools und Risikoprofile geboten. Der Mindesteinzahlungsbetrag, um einen Omni Account zu eröffnen, beträgt 10.000$. Zutritt erhalten lediglich Kunden aus den USA und aus Singapur. Für die neue Plattform werden ab sofort Tester gesucht.

In der Pressemitteilung heißt es, dass man sich ab sofort auch auf private Investoren konzentrieren will:

Ledger X wurde als Plattform für institutionelle Investoren gegründet, was eine Folge von Vorgaben der Regierung und Lizenzen ist und keinen Spielraum lässt (...) Glaubt mir, unser Vorhaben war es nicht, uns von Konsumenten abzuwenden oder uns exklusiv aus reiche Personen zu konzentrieren. Als jemand, der an Bitcoin und dessen Potenzial den Zugang zur Finanzwelt zu demokratisieren glaubt, wussten wir, dass Kleinabnehmer der nächste logische Schritt nach dem Angebot für institionelle Investoren ist.

Die bestehende LedgerX Lizenz ist lediglich für Institutionen zulässig. Deswegen reichte das Unternehmen bereits letzten November eine leicht differenzierte Lizenz ein, die für Kleinabnehmer gedacht ist. Eine Timeline oder Fristen kann man allerdings nicht nennen. Zwar bieten CME und Cboe bereits seit Dezember 2017 Bitcoin-Futures an, doch diese sind nicht "physically-settled". Das bedeutet, dass die Erfüllung des Vertrages nicht in Bitcoin, sondern in Fiat (US-Dollar) ausbezahlt wird. Mit physisch erfüllten Futures würden die Gewinne in Form von Bitcoins (BTC) ausbezahlt werden. LedgerX muss aber weiterhin, genauso wie Bakkt, auf die offizielle Genehmigung warten.

In der Pressemitteilung bezeichnet man die neue Plattformi Omni als "spannendstes Produkt, an dem man in den letzten 5 Jahre gearbeitet hat".

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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