LMVH (Louis Vuitton) arbeitet an Blockchain-Lösung für Supply-Chain-Management

Die Blockchain-Technologie scheint eine ihrer wichtigsten Anwendungsformen bereits gefunden zu haben: die Unterstützung im Supply-Chain-Management, um Waren und Güter transparent und nachvollziehbar verfolgen zu können. Das spart nicht nur Kosten, sondern gibt die Sicherheit, das zu erhalten, was man auch haben möchte. Nach Berichten von coindesk möchte auch die Luxusgruppe LMVH, Moet Hennessy - Louis Vuitton, eines der bekanntesten Luxusunternehmen weltweit, die Blockchain zur Überprüfung ihrer exklusiven Produkte verwenden. Das bekannteste Tochterunternehmen der Gruppe ist Louis Vuitton.

Produktfälschungen im Online-Shopping

Das im deutschsprachigen Raum besonders beliebte Krypto-Projekt IOTA hat in der Vergangenheit bereits öfters bewiesen, dass sich die Tangle im Supply-Chain-Management optimal einsetzen lässt. Aber nicht nur die Tangle, sondern auch Ethereums Netzwerk stellt eine Basis für die Unterstützung im Lieferketten-Management dar. Wie die englischsprachige News-Plattform coindesk berichtet, soll der französische Hersteller von Luxuswaren, LMVH, an einer Blockchain-basierten Lösung zur transparenten Nachvollziehbarkeit von Waren arbeiten. Das soll die Echtheit der teuren Produkte garantieren.

Das Projekt läuft derzeit unter dem Namen "AURA". In Zusammenarbeit mit ConsenSys und der Microsoft Azure Plattform soll der Service bereits im Mai starten. Ein komplettes Blockchain-Team soll ein Jahr lang an dem Projekt gearbeitet haben. Sollte sich der Dienst als erfolgreich herausstellen, wird er auf 60 weitere Marken des Konzerns erweitert. Coindesk beruft sich auf zwei Personen, welche mit dem Projekt vertraut sind. Offizielle Angaben von Louis Vuitton, Microsoft oder ConsenSys gibt es allerdings noch nicht.

AURA basiert auf einer Version von Ethereum, die sich Quorum nennt. Entwickelt wurde diese von der US-amerikanischen Bank JPMorgan Chase. Mithilfe der Technologie sollen Materialien und Produkte von der Erzeugung bis zum Point-of-Sale verfolgt werden können. Das soll Fälschungen und minderwertige Produkte verhindern. Der Konsument soll nach Angaben der Quelle, auf die sich coindesk beruft, von all dem nichts mitbekommen.

Zu den weiteren Tochterunternehmen von LVMH zählen unter anderem Christian Dior, Marc Jacobs, Hublot, TAG Heuer, Sephora und viele weitere, international bekannte Marken.

Produktfälschungen im Internet sind eines der wichtigsten Themen im Bereich des Online-Shoppings. Birkenstock kündigte Ende 2017 an, Amazon nicht weiter zu beliefern, weil diese zu wenige Kontrollen durchführen. Der Umsatz mit Produktfälschungen betrug im Jahre 2015 insgesamt 432 Milliarden US-Dollar. Bis 2022 wird mit einem Umsatz von 932 Milliarden US-Dollar mit gefälschten Produkten gerechnet. Das ist mehr, als die derzeitige gesamte Marktkapitalisierung von Apple.

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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