US-Depotbank plant Tokenisierung von Assets im Wert von 13 Milliarden US-Dollar

Ein Einsatzgebiet von Kryptowährungen ist es, physische Assets mithilfe von Tokens auf die Blockchain zu bringen. Genau das plant nun die Depotbank Kingdom Trust aus dem US-Bundesstaat South Dakota. In einem Interview von Cointelegraph mit dem Geschäftsführer der Depotbank berichtet dieser über die Pläne, einen Teil des verwalteten Portfolios zu tokenisieren.

Tokenisierung von 20,000 Assets

Die Tokenisierung ist abseits der vielen anderen Anwendungsmöglichkeiten von Kryptowährungen und der Blockchain wohl einer der spannendsten für viele Unternehmen, besonders im Finanzmarkt. Der CEO der Trading-Plattform eToro  geht davon aus, dass die Blockchain-Technologie die Finanzindustrie und besonders das Asset Management revolutionieren könnte. Eines der größten Finanzunternehmen, die Raiffeisenbank International, testete in Zusammenarbeit mit einem Fintech Unternehmen bereits eine Tokenisierungsplattform.

Wie die Nachrichtenplattform Cointelegraph berichtet, plant nun eine große Depotbank aus den USA, ihre verwalteten Assets zu tokeniseren. Von Anlagen im Wert von mehr als 13 Milliaden Dollar sollen mehr als 20,000 unterschiedliche Assets mithilfe der Tokenisierung auf die Blockchain gebracht werden. Geschäftsführer Ryan Radloff sieht in der Tokenisierung der Assets eine großartige Möglichkeit: (frei übersetzt)

Blickt man über Bitcoin hinaus, auf alternative Vermögenswerten wie REITs (Real Estate Investment Trusts), Gold, Land und andere Assets, die Kingdom Trust verwahrt, ist dies eine erstklassige Umgebung für das Aufeinandertreffen zwischen der Blockchain-Technologie, der Tokenisierung von Vermögenswerten und den 20000 Vermögenswerten, die wir derzeit verwalten.

Radloff sieht in der Tokenisierung viele Möglichkeiten und schließt nicht aus, dass in Zukunft auch nach anderen Anwendungsfällen gesucht wird und die aufstrebende Technologie an die breite Masse zu bringen.

Trusted Kingdom wartet auch richtige Plattform für Tokenisierung

Derzeit registriert die Depotbank mehr als 100,000 Kunden, die im Besitz alternativer Assets sind. Um die Tokenisierung durchzuführen, möchte die Depotbank aber noch warten, bis es sich eine marktführenden Tokenisierungsplattform durchsetzt. Denn Radloff ist der Meinung, dass der Netzwerk-Effekt auch bei den Tokenisierungsplattformen auftreten wird, was zu einem enormen Anstieg der größten Plattformen führt. Da sich derzeit aber kein Gewinner abzeichnet, möchte der Geschäftsführer von Trusted Kingdom noch abwarten, bevor es mit der Tokenisierung losgeht.

 

Markus von Kryptokumpel.de
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