Österreichischer ICO “Echarge” steht unter Betrugsverdacht

Dass viele ICOs bis auf falsche Versprechungen trotz Einnahmen im mehrstelligen Millionenbereich oftmals nichts lieferten, dürfte für Personen aus der Communuity nichts Neues sein. Wie die Nachrichtenagentur trendingtopics gestern berichtete, soll es sich auch bei dem österreichischen ICO "Echarge" um einen Betrug handeln. 

Seit langem unter Konkursverdacht

Wer denkt, dass es betrügerischer ICOs (Initial Coin Offerings) nur in weit entfernten Ländern gibt, der täuscht sich. Nachdem das bekannte Projekt Savedroid immer mehr in Verruf gerät, soll nun ein österreichisches Projekt unter Betrugsverdacht stehen. Das berichtet die österreichische Nachrichtenagentur trendingtopics am 4. Juni 2019. Demnach soll die Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen schweren Betrugs gegen die Gründer von Echarge ermitteln.

Präsentiert wurde das Projekt damals mit folgenden Worten:

eCharge.work ist das erste alternative System zum einfachen und kosteneffizienten Nachladen von Elektroautos und anderen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Es wurde entwickelt, um durch die Installation von eCharge-Stationen in Hotels, Büros, Einkaufszentren, Parkplätzen und anderen kundenfreundlichen Standorten weltweit verbreitet zu werden.

Bis Ende 2017 sollten mehr als 500 Ladestationen aufgestellt werden. Dass daraus nichts wurde, sollte heute jedem bewusst sein. Nach Angaben der Roadmap sollte im Januar der Launch der Plattformen, gefolgt von den USA im Juni, folgen. Wie viele, bzw. wie wenige Ladestationen es heute  tatsächlich sind, ist nicht bekannt. Investoren wurde damals versprochen, mit der hauseigenen Kryptowährung "(ECH)" bis zu 30 Prozent an Ladestationen zu sparen.

Für diese Kryptowährung wurde damals das ICO durchgeführt. Aufgrund dessen wurde nach Angaben von trendingtopics von der Korruptionsstaatsanwaltschaft ein "offenes Ermittlungsverfahren gegen einen Beschuldigten und zwei Verbände wegen Vorwürfen des teils versuchten und teils vollendeten schweren gewerbsmäßigen Betrugs" eingeleitet. Bereits im Februar 2018 berichtete trendingtopic über den fragwürdigen ICO.

Nischenwährungen wie diese werden es schwer haben, am Kryptomarkt zu überleben. Denn mittlerweile gibt es große Projekte, die unter anderem Anwendungsfälle wie diese abdecken. So wurde vom Beratungsunternehmen DX-Technologie ein Konzept für eine IOTA-Ladestation präsentiert. In Wien soll bis Ende des Jahres 2019 durch eine Kooperation vom Blockchain-Startup Riddle & Code und der Wien Energie die erste Blockchain-Ladestation aufgestellt werden.

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com |CC0

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