16-Jähriger Syrer lehrt Kryptowährungen in Flüchtlingslager

Während es für uns schwer vorstellbar ist, kein Bankkonto zu besitzen, ist dies in vielen Regionen der Erde die Realität. Und ohne Bankkonto ist es für Familien oft schwierig, Geld an Bekannten und Verwandten zu senden oder von ihnen zu erhalten. Die Lösung für dieses Problem könnten Kryptowährungen darstellen. Denn Bitcoin und Co. funktionieren ohne Banken und kennen keine Ländergrenzen.

Globaler Wertetransfer ohne Institutionen

Und genau aus diesem Grund nahm ein 16 Jähriger Syrer das Zepter selbst in die Hand und klärt in einem Flüchtlingslager in Iraq die Menschen über Kryptowährungen auf. Der aus Syrien stammende Yousif Mohammed Nor Aldeen möchte mit der Aufklärung den Menschen helfen und damit Problem im Land lösen:

Ich möchte ein Problem in unserer Community lösen. Wir haben viele Probleme, zum Beispiel Korruption. Die Menschen müssen alles erfahren über das Internet und ihre Mobiltelefone und Laptops. Wir leben in einer fortgeschrittenen Welt und wir müssen daraus lernen.

Die Idee, Werte durch den ganzen Planeten versenden zu können - ohne Banken oder andere Einrichtungen, hat es dem Syrer besonders angetan. Und das nicht ganz ohne Grund: einige Familienmitglieder sind immer noch in Damaskus zurück geblieben. Auf Kryptowährungen aufmerksam wurde er durch eine Non-Profit Bildungsorganisation.

Im Originalbeitrag von Leigh Cuen, welcher auf coindesk veröffentlicht wurde, heißt es, dass für die Menschen vor Ort Handys und Laptops mehr als Spielgeräte betrachtet werden. Vor zwei Jahre erhielt Aldeen sein erstes Handy, nun habe seine ganze Familie ein Smartphone. Über globale Netzwerke und weitere Funktionen fehlt aufgrund der Bildung aber das Wissen. Trotzdem hätten alle 44 Teenager die Informationen hervorragend aufgenommen und das Konzept von digitalem Geld verstanden.

Charlie Grosso, Gründerin der Non-Profit Organisation Hello Future, möcht dass im Jahre 2020 100 Schüler und Schülerinnen den Computer-Kurs im Flüchtlingscamp abschließen.

Während also in unseren Regionen primär über Kursverluste und Kursanstiege diskutiert wird, könnten Kryptowährungen in solchen Regionen essenzielle und in manchen Fällen sogar überlebensnotwendige Probleme lösen.

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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