WEF Bericht: CBDC, die digitale Währung für Zentralbanken

WEF, das World Economic Forum, veröffentlichte am 3. April einen neuen Bericht zur Verwendung digitaler Währungen und der Blockchain-Technologie im Finanzmarkt. Das Dokument verweist unter anderem auf ein Untersuchungsergebnis der Bank for International Settlements in Basel. Demnach ziehen mindestens 40 Banken weltweit die Verwendung einer digitalen Währung in Betracht. Diese wird "central bank digital currency", kurz CBDC, genannt.

Banken forschen bereits seit Jahren an Blockchain

Die Anwendung von Kryptowährungen und der Technologie der Blockchain im Finanzsektor wird besonders durch große Projekte wie Ripple (XRP) oder Stellar Lumens (XLM) angetrieben. Doch Banken werden sich natürlich nicht auf die Projekte anderer verlassen und auch an eigenen Lösungen arbeiten. Das WEF veröffentliche einen neuen Bericht mit dem Titel "Wie erforschen Zentralbanken die Blockchain-Technologie?". Nach Angaben dieses Berichts, der sich auf eine Untersuchung der BIS stützt, erforschen derzeit, oder in naher Zukunft, mindestens 40 Banken die "central bank digital currency" Währung, kurz CBDC. Diese virtuelle Währung wird für Transaktionen zwischen Banken verwendet, welche vom verteilten Ledger authentifiziert werden. Hierbei handelt es sich aber nicht um öffentliche Teilnehmer wie bei Bitcoin oder Ethereum. Nur Instituten, denen der Zugriff gewährt wird, haben Zugriff auf dieses Netzwerk.

CBDC könnte in der Zukunft, in der Papiergeld eine immer unbedeutendere Rolle spielt, eine wichtige Funktion einnehmen. Sollte die Verwendung von Papiergeld innerhalb eines Landes aussterben, egal ob von politischer oder persönlicher Seite, dann könnte das Potenzial von CBDC den Bewohnern helfen.

Die Distributed-ledger Technologie erweckt bei den Banken großes Interesse. Damit soll es möglich sein, Transaktionen effizienter zu gestalten und zusätzlich die Sicherheit zu erhöhen. An insgesamt mehr als 10 Anwendungsfällen sollen Banken interessiert sein und damit ineffiziente Prozesse optimieren. Als Vorreiter auf diesem Gebiet werden die Bank of Canada, Bank of England und Monetary Authority of Singapore (MAS) genannt. Diese haben bereits mehrere Pilotprojekte mit der DLT durchgeführt.

Auch im Bereich des Know-your-customer Managements und im Kampf gegen Geldwäsche soll die Technologie hilfreich sein. Gelingen könnte das zum Beispiel durch eine digitale, national angelegte Identitätsplattform.

Zum vollständigen Bericht des World Economic Forum gelangt ihr hier.

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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