Schweizer Börse SIX arbeitet an eigener digitalen Exchange – Immobilienfonds bald als Token

Die SIX Swiss Exchange ist die größte Börse in der Schweiz. Sie entstand im Jahre 1995 durch den Zusammenschluss der Börsen in Genf, Zürich und Basel. In einem Interview mit der Nachrichtenplattform finews.com berichtete Thomas Zeeb, ein leitender Angestellter von SIX, dass die Börse an einer eigenen digitalen Exchange arbeitet und schon bald Produkte in Form von Tokens anbieten könnte.

Erste Services Anfang 2020

Immer mehr Banken und Unternehmen erkennen die Möglichkeiten der Blockchaintechnologie. Die SIX Börse dürfte vielen Leuten aus der Community bereits ein Begriff sein. Denn im November 2018 startete sie mit dem "HODL5" genannten ETP (Exchange-Traded-Product) das erste Krypto-ETP, welches an traditionellen Börsen gehandelt wurde (wir berichteten). Zum Zeitpunkt des Launchs setzte es sich aus den Kryptowährungen Bitcoin, XRP, Ethereum, Bitcoin Cash ABC und Litecoin zusammen - mit unterschiedlichen Gewichtungen.

Die leitenden Personen der SIX Börse scheinen weiter auf digitale Assets zu setzen. In einem Interview mit finews.com verrät ein leitender Angestellter der schweizer Börse interessante Details über die Zukunft. Nach Angaben von Zeeb könnten in Zukunft Tokens sogar Aktien vollständig ersetzen. Derzeit arbeitet SIX an einer eigenen "digital exchange" in der Schweiz. Auf die Frage, wie weit das Projekt bereits entwickelt ist, antwortet Zeeb:

Dieses Jahr, im späten Sommer, werden wir ein Pilot-Projekt starten. Die ersten Services werden Anfang 2020 an den Start gehen. Wir werden mit sogenannten nativen digitalen Applikationen beginnen - also neue Tokens launchen und Initial Digital Offerings anbieten.

Nach Angaben von Zeeb gibt es bereits mehrere Organisationen, die Produkte in Form von Tokens anbieten möchten, unter anderem Immobilienfonds.

Die Börse selbst wird aber auch in Zukunft keine Kryptowährungen direkt für den Handel anbieten. Denn niemand könne sicherstellen, woher die Kryptowährungen überhaupt kommen. Kryptowährungen wie Bitcoin würden die strengen, vorherrschenden Regulierungen nicht einhalten können. Er schließt aber nicht aus, dass man sich in Zukunft mit einer Krypto-Börse verknüpft.

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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