Bank of America: Patent für “Krypto-Risko-Erkennung” eingereicht

Dass Banken und Kryptowährungen keine besten Freunde mehr werden, sollte jedem klar sein. Ausnahmen stellen wenige Kryptos wie XRP dar, welche von Banken für grenzüberschreitende Transaktionen bereits eingesetzt werden. Für alle anderen Kryptowährungen sehen Banken aber mehr eine Gefahr als alles andere. Auch die Bank of America hat dies erkannt und deswegen ein Patent eingereicht, welches rechtzeitig Risiken für Investitionen in Kryptowährungen erkennen soll.

Unternehmen wollen Risiken abschätzen können

Banken und Finanzdienstleister weltweit sind sich derzeit uneinig, wie man mit Kryptowährungen umgehen soll. Während die einen sogar die Aufbewahrung von digitalen Assets anbietet, verbieten andere den Kauf von Kryptowährungen mit ihrem Bankkonto. Auch Meldungen über gesperrte Konten von Kunden, die mittels ihres Bankkontos Kryptowährungen kaufte, gab es bereits unzählige.

Die US-amerikanische Großbank "Bank of America", kurz BoA, hat über 2.000 Mitarbeiter und war kurzzeitig sogar das größte Kreditinstitut der Vereinigten Staaten. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Bank ein neues Patent eingereicht, dass die Risiken von Investitionen in Kryptowährungen rechtzeitig erkennen soll. Besonders spannend: das Patent wurde bereits am 16. Juni 2014 eingereicht - lange, bevor Kryptowährungen auch nur annähernd im Mainstream angekommen sind. Ein Bitcoin (BTC) war damals rund 600$ Wert.

Das von der Bank entwickelte System soll eine Risiko-Bewertung für Kryptowährungstransaktionen zwischen einem Kunden und einer dritten Partei wie einer Börse erstellen. Im 56-seitigen Antrag heißt es unter anderem, dass es für Unternehmen von Interesse sei, das Risiko einer Durchführung von Krypto-Transaktionen abschätzen zu können:

Unternehmen führen tagtäglich eine hohe Anzahl an finanziellen Transaktionen durch. Im Laufe des technologischen Fortschritts werden Transaktionen mit Kryptowährungen immer häufiger. Für Unternehmen kann es daher wünschenswert sein, das Risiko für die Durchführung einer Transaktion für Kryptowährungen zu berechnen."

Eine zufriedenstellende Bewertung soll durch den sogenannten "Prozessor" gelingen. Dieser ruft "Informationen über die Blockchain, die in Verbindung mit der Kryptowährung stehen" ab. Außerdem soll die Menge an Kryptowährungen gemessen werden, die in Verbindung mit der Krypto-Transaktion stehen.

Ob eine weitere Untersuchung der verdächtigen Transaktion notwendig ist, entscheidet die daraus resultierende Risiko-Bewertung.

 

KRYPTOKUMPEL.


Bildnachweis: pixabay.com | CC0

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