“Sextortion” Scam: Betrüger erwirtschaften mehr als 300.000$ in Form von Bitcoins (BTC)

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Auch wenn der Markt für Kryptowährungen und Blockchain vielversprechende Innovationen für die Zukunft mit sich bringt, so gibt es leider auch Gefahren. Eine davon sind die vielen Betrüger und Scamer, welche sich durch unerfahrene Benutzer bereichern wollen. Beim sogenannten "Sextortion" Scam erhalten die Opfer eine E-Mail mit dem Hinweis, dass diese angeblich beim Betrachten von Webseiten mit pornografischen Inhalten über ihre Webcam gefilmt wurden. Der Betrug hat außer der geforderten Bezahlung mit Bitcoins nicht direkt mit Kryptowährungen zu tun, trotzdem erachten wir es als wichtig, auf diesen und weitere Scams aufmerksam zu machen.

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800.000 E-Mails wurden versendet

Digital Shadows aus dem Vereinigten Königreich veröffentlichte einen Bericht der zeigt, dass Erpresser mithilfe der "Sextortion" Methode bereits 330.000$ in Form von Bitcoins einnehmen konnten. Sextortion ist eine Zusammensetzung aus "Sex" und "Extortion", was übersetzt Erpressung bedeutet. Nach Angaben des Berichts wurden die Bitcoins von mehr als 3.100 verschiedenen Adressen gesendet, was bedeutet, dass mitterweile 3.100 Personen Opfer dieses Verbrechens wurden. Insgesamt sollen fast 800.000 E-Mails an potenzielle Opfer versendet worden sein.

In der E-Mail werden die Opfer aufgefordert, einen bestimmten Betrag an die Betrüger zu überweisen. Zur Erpressung soll angeblich an Video aufgezeichnet worden sein, dass gleichzeitig den Bildschirm, als auch das Opfer selbst gefilmt hat. Wird nicht bezahlt, drohen die Erpresser damit, die Videos im Internet zu veröffentlichen. Das macht besonders unerfahrenen Usern Angst, weswegen diese den geforderten Betrag ohne weitere Recherche oder sich zu informieren an die Betrüger überweisen.

Für die geschädigten Personen gibt es leider wenig Hoffnung. Weder können die gesendeten Bitcoin Transaktionen rückgängig gemacht werden, noch wird es einfach sein, die Täter aufzuspüren. Einen Screenshot der Erpressungs-Mail veröffentlichte der User @ek33th4xor letztes Jahr bei Twitter:

An die E-Mail Adressen der Opfer gelangen die Betrüger meist über gehackte Server und Sicherheitslücken von Webseiten. Ob auch deine Adresse betroffen ist, kannst du unter haveibeenpwned.com ganz einfach und kostenlos überprüfen.

Selbst im Bärenmarkt versuchen Kriminelle immer wieder mithife neuer Methoden an das Geld der Investoren zu kommen. Über die bekanntesten Scams haben wir in den letzten Wochen berichtet:

Wie man sieht, kann man in diesem noch jungen Markt nicht vorsichtig genug sein. Sollte Unsicherheit herrschen, ob die Mails echt sind oder es sich um einen Betrug handelt, einfach danach googlen oder in einer der vielzähligen Telegram Communites nachfragen. In der Cryptory-Gruppe oder bei den Blockchain Pionieren wird dir bei jeder Frage weitergeholfen!

KRYPTOKUMPEL.

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